Antrag zur Sicherung des Schulstandortes für Erziehungshilfe der Förderschule „Ernst von Haselberg"

Beschlussvorschlag:

Die Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund möge beschließen:

  1. Das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern wird gebeten, im Rahmen seiner Zuständigkeit die getroffene Entscheidung zu evaluieren und gemeinsam mit der Hansestadt Stralsund sowie dem zuständigen Staatlichen Schulamt nach nachhaltigen Lösungen für die langfristige Sicherung des Schulstandortes zu suchen.
  2. Die Stadtverwaltung bemüht sich in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt, dem Landkreis Vorpommern-Rügen sowie weiteren relevanten Partnern um die Entwicklung eines nachhaltigen Konzepts zur langfristigen Sicherung des Schulstandortes.
  3. Die Bürgerschaft bekennt sich ausdrücklich zum Erhalt wohnortnaher, inklusiver sowie bewährter Bildungsangebote für Kinder mit besonderem Förderbedarf im Stadtgebiet Stralsund.

Begründung: 

Der geplante Wegfall des Schulstandortes für Erziehungshilfe hätte gravierende Folgen für betroffene Kinder und Familien. Viele Schülerinnen und Schüler wären gezwungen, unzumutbar lange Fahrtstrecken in Kauf zu nehmen, was ihre Bildungs- und Teilhabechancen erheblich einschränken würde. Zudem würde die Wahlfreiheit bei der Beschulungsform aufgehoben (Einschränkung), was den Grundsatz der Inklusion und individuellen Förderung unterläuft. Der Standort hat sich als sicherer Hafen für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf bewährt und ist in der Region fest verankert. Die große Resonanz auf die laufende Petition mit mehreren hundert Unterstützerinnen und Unterstützern aus Stralsund, dem gesamten Schulamtsbereich Greifswald und darüber hinaus zeigt die breite gesellschaftliche Rückendeckung für den Erhalt dieses Angebots. Die Petition unterstreicht, wie wichtig wohnortnahe Förderung und bewährte Strukturen für die Zukunftschancen der Kinder sind. Die Bürgerschaft ist daher aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen, den Bildungsstandort zu sichern und ein deutliches Signal für Inklusion, Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu setzen