Ausweichräumlichkeit für den Jugendclub Havanna als Soforthilfe für die Stadtteiljugendarbeit in Knieper West

Berd Buxbaum

Beschlussvorschlag:

1. Die Bürgerschaft beschließt den Oberbürgermeister zu beauftragen umgehend zu prüfen, welche kurzfristige Ausweichräumlichkeit für den Jugendclub Havanna zur Verfügung gestellt werden kann.

2. In dem Prozess der Prüfung ist die SIC GmbH und sind, sofern gewünscht, die Mitarbeiter bzw. ehrenamtlichen Mitarbeiter des Jugendclubs Havanna, der zuständige Streetworker und die Stadtteilkoordination für Knieper, mit einzubeziehen.

3. Die Prüfung soll sich aus Kostengründen auf Räumlichkeiten, welche der Hansestadt Stralsund gehören, beschränken und im Stadtteil Knieper West liegen.

4. Die Räumlichkeit sollte bis zum Abschluss der Renovierung des Jugendclubs Havanna zur Verfügung stehen.                     

5. Als zu prüfende Räumlichkeiten wird angeregt die Marie-Curie-Schule, das „Stadt Stralsund“ in der Maxim-Gorki-Straße und die Grüne Farm zu betrachten. Diese Anregung ist nicht als ausschließlich zu verstehen.

6. Bei der Prüfung ist weiterhin zu berücksichtigen, dass es nicht darum geht, für das Gesamtangebot des Jugendclubs Räumlichkeiten zu finden. Jeder Raum der geeignet ist, hilft den Kindern und Jugendlichen. Je eher etwas zur Verfügung gestellt werden kann, desto besser, vor allem im Hinblick auf die derzeitige Wettersituation. 

Begründung:

Seit dem Sommer 2025 ist der Jugendclub Havanna wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Bedeutung des Jugendclubs ist prägnant mit dem folgenden Zitat aus der Vorlage H 0008/2025, Einleitung und Ausgestaltung des Vergabeverfahrens über die Bauleistungen zum Vorhaben 'Sanierung Thomas-Kantzow-Straße 6 Jugendclub Havanna' beschrieben:

Im Stadtteil Knieper (Wohngebiete Knieper Nord, Knieper West I bis III) gibt es entsprechend des Bedarfes nicht ausreichend Angebote für Kinder und Jugendliche, wo sie ihre Freizeit verbringen können. Der Jugendclub ist einer der wenigen Einrichtungen, der seit seiner Eröffnung im Jahr 1978 durchgehend bis heute für die Kinder- und Jugend-Freizeitgestaltung genutzt wird. Sie stellt im Wohngebiet somit eine dauerhafte Konstante dar, die es zu erhalten gilt. Der Jugendclub wird täglich von bis zu 40 Kindern und Jugendlichen genutzt. Er leistet außerdem einen wichtigen Beitrag zur Integration von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund und fördert den sozialen Zusammenhalt. 

In dem halben Jahr seit der Schließung des Clubs hat sich gezeigt, dass viele Kinder und Jugendliche, welche regelmäßig das „Havanna“ nutzten, nun leider in Teilen ihrer Freizeit sich selbst überlassen sind und ihre Freizeit an Orten verbringen wo sie als störend empfunden werden bzw. wo Konflikte entstehen.