Lärmschutzmaßnahme Grünhufer Bogen durch verdichtete Baumpflanzung
1. Es ist zu prüfen, ob ein dichterer Baumbestand an der Westseite der Straßenführung vom Grünhufer Bogen, beidseitig zu dem Fußweg, etwa von der Tankstelle bis zur Höhe des Grünthaler Kruges der Minderung der Lärmbelastung für die Anwohner in der Jacob-Kaiser-Straße dienen kann. (siehe Markierung im beigefügten Foto)
2. Sofern zu erwarten sei, dass ein dichter Baum- und Strauchbestand spürbar schalldämmend wirkt, sind entsprechende Neuanpflanzungen vorzusehen.
Begründung:
Vor etwa 10 bis 15 Jahren wurden an diesem Straßenabschnitt dicht gewachsene hohe Sträucher und Bäume beseitigt. Sie minderten, vor allem im Sommer, merklich die Lärmbelästigung für die Anwohner der Jacob-Kaiser-Straße 23 bis 37, welche die Schlafzimmer überwiegend auf der Hausseite zum Günhufer Bogen haben und üblicherweise zu dieser Jahreszeit bei offenen Fenster schlafen. Eine Lärmminderung stellt einen Beitrag zur Hebung der Lebensqualität für die Anwohner des genannten Straßenzuges. In der Fachliteratur wir dargestellt, dass angenommen wird, dass Menschen sich des Lärms weniger bewusst sind, wenn sie die Quelle nicht sehen können. Bäume tragen somit nicht nur zur Schallabsorption bei, sondern reduzieren auch die Wahrnehmung von Lärm, indem sie eine visuelle Barriere zwischen der Quelle und dem Hörer bilden. Im Gegensatz zu Betonformationen oder anderen zweckmäßigen erbauten Strukturen zur Lärmminderung reduzieren Bäume und andere gepflanzte Lärmschutzwände nicht nur den Nachhall des Schalls, sondern werden deutlich weniger als eine Barriere wahrgenommen und tragen zu einem schönen Stadtbild bei. Ein weiterer Gesichtspunkt würde für diese „Lärmschutzmaßnahme“ sprechen, da sie sehr nahe an der Lärmquelle platziert ist.
