Technischer Zustand der Ampelanlagen in Stralsund
In den letzten Wochen war immer wieder festzustellen, dass an einigen viel befahrenen Kreuzungen der Stadt, die Ampelanlagen ausgefallen waren und es dadurch zu Verkehrsbeeinträchtigungen kam. Hierzu habe ich deshalb folgende Anfragen.
1. Gibt es in der Stadtverwaltung Erkenntnisse warum die Ampelanlagen regelmäßig ausfallen, z.B. veraltete Technik, mangelnde Wartung usw.?
2. Gibt es in der Stadtverwaltung neben dem bekannten geplanten Umbau der Kreuzung am kommunalen Jobcenter Überlegungen weitere Kreuzungen mit Ampelanlagen in einen Kreisverkehr umzubauen?
wenn ja:
3. Welche wären das und in welchen Zeitraum stellt man sich die Realisierung vor?
Begründung:
Es besteht öffentliches Interesse, da in letzter Zeit immer wieder Ampelanlagen ausgefallen sind. Kurzfristig mehrfach an den Kreuzungen Carl-Heydemann-Ring / Tribseer Damm und Carl-Heydemann-Ring / Barther Straße, sowie jeden noch in Erinnerung, der langfristige Ausfall an der Kreuzung Prohner Str. / Heinrich-Heine-Ring.
Herr Bogusch beantwortet die Anfrage wie folgt:
1. Bei den Lichtsignalanlagen C.-Heydemann-Ring/Tribseer Damm und C.-Heydemann-Ring/Barther Straße handelt es sich um technisch alte und damit auch störanfällige Anlagen. Trotz regelmäßiger Kontrolle und Wartung durch beauftragte Unternehmen und eigene Mitarbeiter der Verwaltung lassen sich Funktionsausfälle als solche, aber auch gewisse Häufungen der Ausfälle nicht vermeiden. Erschwert wird die Arbeit, weil sich die Ersatzteilbeschaffung für diese Altanlagen zunehmend schwieriger gestaltet.
Bei der LSA Prohner Straße/ H.-Heine-Ring waren die Ausfälle im August zwei aufeinander folgenden technischen Schäden zuzuschreiben, deren Ursache gleichfalls nicht in mangelnder Wartung, sondern in Materialversagen bestand.
2. Im Auftrag der Hansestadt Stralsund wurden im Jahr 2007 die seinerzeit in der Straßenbaulast der Hansestadt Stralsund liegenden Lichtsignalanlagen verkehrstechnisch bewertet. Ein Ersatz einer Licht- signalanlage durch einen Kreisverkehr wurde neben den inzwischen bereits realisierten bzw. im Bau befindlichen Kreisverkehrsplätzen noch für die Kreuzung Carl-Heydemann-Ring/ Barther Straße vorge- schlagen. Für alle weiteren untersuchten Lichtsignalanlagen gibt es die Empfehlung zur Optimierung der bestehenden LSA-Steuerung oder zum Entfall der Anlage.
Um Änderungen im Verkehrsaufkommen zu berücksichtigen, wird unabhängig von der Überprüfung aus dem Jahr 2007 bei jeder Kreuzung mit Lichtsignalanlage unmittelbar vor dem geplanten Ausbau überprüft, ob die Kreuzung zu einem Kreisverkehrsplatz umgebaut werden kann.
3. Der Umbau für den Carl-Heydemann-Ring/ Barther Straße wird als Maßnahme in den aufzustellenden Lärmaktionsplan aufgenommen. Vorgesehen ist auf dieser Grundlage für den Umbau Zuwendungen je nach Fortschreibung der Förderrichtlinie für den kommunalen Straßenbau zu beantragen.
Eine vorbereitende Planung hierzu wird für das Jahr 2015 angestrebt.
3. SEPTEMBER 2013
Acht Unfälle in vier Wochen an einer Kreuzung
Ampelanlage außer Betrieb
Beitrag der OZ- Ostseezeitung: So eine Unfallhäufung an einer Kreuzung hat es selten in der Hansestadt gegeben. Seit dem 1. August krachte es achtmal im Kreuzungsbereich Prohner Straße/ Heinrich-Heine-Ring. Das be- stätigte gestern Pressesprecherin Meike Peters von der Stralsunder Polizei- inspektion auf Anfrage unserer Zeitung.
Der mehrfache Ausfall der Ampelanlage an dieser viel befahrenen Stelle machte sich stark bemerkbar, denn sechs der Unfälle passierten, als es weder Grün noch Rot leuchtete. Zum letzten Zusammenstoß kam es am Sonntagabend gegen 23 Uhr. Bei dem Verkehrsunfall gab es vier Leicht- verletzte. Wie die Polizei mit- teilte, befuhr ein Mitsubishi die Kreuzung, als es zur Kollision mit einem Taxi kam. Dessen Fahrerin, einer ihrer Fahrgäste sowie die beiden Personen im Mitsubishi wurden leicht verletzt. Die Autos waren nicht mehr fahrbereit. Der Sachschaden wird auf 27 000 Euro geschätzt.
(Mit freundlicher Genehmigung von J.P. Woldt (OZ) veröffentlicht)
