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Wichtiges Thema im Kulturausschuss: Zustand der Bücher im Stadtarchiv

Wolfgang Meyer

TOP 3 - Auszug aus der Niederschrift vom 16.04.13:

Herr Meyer bittet um aktuelle Informationen zum Thema Stadtarchiv.

 

TOP 3 - Auszug aus der Niederschrift vom 16.04.13:

Herr Meyer bittet um aktuelle Informationen zum Thema Stadtarchiv.

Herr Dr. Kunkel beschreibt die Arbeitsabläufe als eingespielt. Die Archivmitarbeiter reinigen die risikofreien bzw. risikoarmen Buchbestände an der dafür installierten Reinraumwerkbank. Bezüglich der Vergabe der Aufträge an externe Firmen zur Reinigung wurden zusammen mit dem ZGM die Vergabeunterlagen ausgearbeitet. Derzeitig finden die Ausschreibungen für drei größere Buchbeständen (Löwensche Sammlung, die Gymnasial Bibliothek und die Gothische Bibliothek) statt. Im Hinblick auf die wissenschaftliche Erschließung wird eng mit der EDV Abteilung zusammengearbeitet. Hier ist man dabei, die riesigen Datenmengen in ein einheitliches Katalogsystem zu bringen. Im Zuge der Inventarisierung der nicht erfassten Buchbestände wird mit verschiedenen Universitätsbibliotheken zusammengearbeitet.

Herr Tuttlies ergänzt die Ausführungen von Herrn Dr. Kunkel. Im Westflügel ist die Verdunklung hergestellt worden. Für den ehemaligen Kapitelsaal wird ein ähnliches Verfahren gewählt. Bei den Ausschreibungen wurde sich für die öffentliche Form entschieden. Die Ausschreibungskriterien sind nicht allein auf den Preis fixiert.

Herr Meyer merkt an, dass die Öffentlichkeit regelmäßig über den aktuellen Stand informiert werden sollte. Die letzte Interneteintragung erfolgte am 21.02.2013.

Herr Tuttlies verspricht markante Eckdaten zu veröffentlichen. Hinsichtlich Lagerung wird geprüft, ob die beauftragten Firmen eigene Lagerkapazitäten vorhalten können, da das geplante Depot noch nicht einsatzfähig ist. Die Aufgabenstellung für die Planungen des Depots wurden der LEG übergeben.

Herr Meyer erkundigt sich, wann das Johanniskloster für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Herr Tuttlies erklärt, dass ein Nutzungskonzept erarbeitet wird. Solange kontaminierte Räume und Archivgut vorhanden sind wird der Öffentlichkeit der Zugang verwehrt, da eine gesundheitliche Gefährdung ausgeschlossen werden muss. Er stellt lediglich die Nutzung der Chorruine in Aussicht.

Auf Nachfrage von Frau Schüler zu Bücherrückführungen  erläutert Herr Dr. Kunkel, dass es sich hierbei zum größten Teil um Schenkungen handelt. Als oberste Priorität gilt es, die historische Identität zurück zu gewinnen. Er spricht sich gegen spekulative Rückkäufe aus.

Herr Meyer fragt nach den Chancen, den Standort Johanniskloster als Archivstandort zu erhalten.

Herr Tuttlies erklärt, dass das Archiv in seiner Gesamtheit nicht in das Kloster zurück kehren wird. Seit den 50er Jahren war das Johanniskloster Aushängeschild für Bücher. Es ist vorstellbar, dass im Kontext des historischen Klosters und der bedeutenden historischen Sammlung etwas geschaffen und präsentiert wird. Ebenfalls gibt Herr Tuttlies zu bedenken, dass die gezahlten Fördergelder unter der Maßgabe ausgereicht wurden, dass es sich bei dem Kloster um die Herberge historisch bedeutender Buchbestände handelt. Tatsache ist aber zum jetzigen Zeitpunkt, dass zukünftig ein Großteil der Bestände in dem neuen zentralen Depot untergebracht werden.


Stadtarchiv der Hansestadt Stralsund: Chronologie der Ereignisse im Zusammenhang mit dem Schimmelbefall und dem Verkauf der Gymnasialbibliothek hier

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